Duisburg durch die „geographische Brille“

Wie attraktiv ist die Duisburger City für Besucher von außerhalb, und welche Prozesse prägen das heutige Stadtbild? Dieser Frage ging der Erdkunde-Leistungskurs der Gesamtschule Meiderich bei einer Exkursion durch die Innenstadt nach.

Unter dem Leitmotiv „Stadtführung Duisburg – Duisburg mit den Augen eines Touristen“ startete die Gruppe ihre Untersuchung am Portsmouthplatz, dem Tor zur Stadt direkt vor dem Hauptbahnhof. Von dort aus führte die Route entlang der König-Heinrich-Straße, wo die Schülerinnen und Schüler den Aspekt Citybildung und die Auswirkungen der Filialisierung unter die Lupe nahmen. Dabei wurde diskutiert, ob und wie die Dominanz großer Handelsketten das Erscheinungsbild der Einkaufsstraße prägt und wie Einkaufszentren in der Innenstadt wirken. Belebt das Forum als innerstädtisches Einkaufszentrum die Innenstadt, indem es Besucher in die Innenstadt lockt, oder schwächt es durch seine Magnetwirkung die König-Heinrich-Straße?

Ein bewusster Kontrast zum geschäftigen Treiben der Einkaufszone bot der anschließende Besuch im Kant-Park, bevor die Exkursion die Brücke zur Stadtgeschichte schlug. Am Rathaus und der benachbarten Salvatorkirche sowie an den Überresten der historischen Stadtmauer konnten die Kursteilnehmer nachvollziehen, wie das mittelalterliche Fundament Duisburgs durch die moderne Stadtentwicklung überlagert wurde. Den Abschluss bildete der Weg zum Innenhafen. Hier wurde der Strukturwandel besonders greifbar: Wo einst industrielle Logistik dominierte, steht heute die Nutzung des Raumes als Arbeits- und Freizeitort im Vordergrund. Am Ende des Tages stand fest, dass der Blick durch die fachliche Brille viele neue Perspektiven auf die vermeintlich bekannte Heimatstadt eröffnete.

RD