Konzept zum Distanzlernen

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

wir haben uns – auf den Grundlagen der Handreichung des Distanzunterrichts der Bezirksregierung – dazu entschieden, dass wir mit unserem Onlinetool IServ den Distanzunterricht auf mehrere Säulen stellen.

  • So viel Empathie und Beziehungsarbeit wie möglich, so viele Tools und Apps wie nötig.
  • So viel Vertrauen und Freiheit wie möglich, so viel Kontrolle und Struktur wie nötig.
  • So viel einfache Technik wie möglich, so viel neue Technik wie nötig.
  • So viel asynchrone Kommunikation (individueller Austausch, individuelles Lerntempo) wie möglich, so viel synchrone (Videokonferenzen) wie nötig.
  • So viel offene Projektarbeit wie möglich, so viele kleinschrittige Übungen wie nötig.
  • So viel Peer-Feedback wie möglich, so viel Feedback von Lehrenden wie nötig.
    Quelle: www.schulministerium.nrw.de

Eine Säule sind die zum Teil als Wochenpläne gestellten Aufgaben, die für eine Schulwoche konzipiert sind und momentan ein wiederholendes und vertiefendes Arbeiten anstreben.

Die zweite Säule stellen Videokonferenzen dar. Die Videokonferenzen (VK) können dabei Unterrichtsstunden abbilden, müssen es aber nicht! Sie sollen auch als Sprech- und Fragestunde genutzt werden. Dahinter stehen mehrere Überlegungen: Zum einen haben wir noch immer keine 100%-Versorgung aller Schüler mit technischen Geräten und diese dürfen wir nicht abhängen und ausgrenzen. Zum anderen laufen die VK nicht immer technisch einwandfrei, sodass somit mögliche Unterrichtsstunden ausfallen oder gekürzt werden können. Als Drittes sind VK insgesamt sehr anstrengend, auch wenn sie eine gewisse Struktur erzeugen. Aber selbst Erwachsene schaffen keine 6-stündigen VK, die mancherorts gefordert werden.

Die dritte Säule sind die individuellen Rückmeldungen an Schüler, die oftmals sehr viel ausführlicher und differenzierter sind als das, was im Unterricht möglich ist. Da kann man meist nur zwei bis drei Texte exemplarisch besprechen. Hier ist derzeit eine höhere Dichte und Ausführlichkeit der Rückmeldungen erreicht.

Lassen Sie uns einen Blick auf das Positive lenken: Viele Schüler meistern die jetzige Situation glänzend. Sicherlich sind Sie als helfende und unterstützende Hand im Hintergrund tätig. Aber dennoch ist es enorm, wie ausführlich die Kinder arbeiten. Sie schaffen es, sich zu motivieren, sich zu organisieren und sich bei Fragen mit einem Sachverhalt auseinanderzusetzen. Dadurch lernen die Schüler vielleicht mehr für ihr Leben als die Schule bisher hat leisten können.

Wir wissen um Ihre Ängste und Sorgen, dass Ihre Kinder die Verlierer der Pandemie sein könnten. Wir werden auch weiter an Ihrer Seite kämpfen, um für Ihre Kinder und unsere Schüler das Beste in dieser Situation zu erzielen. Aufgrund der Schnelligkeit ist es auch noch üblich, dass nicht alles reibungslos und zur Zufriedenheit aller abläuft. Daran arbeiten wir jeden Tag! – Wir wissen um Ihre Ängste und Unsicherheiten und die enorme Belastung, die auf Ihnen ruht. Miteinander sind wir am stärksten in dieser schwierigen Lage! Verstehen Sie uns bitte als „Kämpfer“ an Ihrer Seite!
(Nur) Gemeinsam schaffen wir das!

Stefanie Damm
(Didaktische Leitung der GSM)